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Wenn alles zu viel wird...Stress haben als Dauerzustand

und wie ich zurück zu Klarheit, ruhe und Lebensqualität finde.


Autorin signiert Bücher bei Lesung
Lesung "SOLOTRAVEL - Neun Länder und ein anderes Ich"

Der Jahresbeginn 2026 war intensiv, voll und schnell.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich gerade richtig viel um die Ohren. Meine To-do-Listen sind lang, mein Kalender ist voll und viele meiner Wochenenden sind Wochen im Voraus verplant. Termine, Events, Verpflichtungen; vieles davon erfüllt mich, vieles mache ich gerne. Und trotzdem merke ich manchmal: Es ist einfach viel.

In den vergangenen Wochen durfte ich so viele schöne Dinge erleben: Ich habe Lesungen zu meinem Buch veranstaltet, Soundbaths, Coaching Sessions, Yoga-Unterricht gegeben. All das sind Dinge, für die ich unglaublich dankbar bin, weil sie genau das widerspiegeln, was ich liebe und wofür ich losgegangen bin. Gleichzeitig mache ich mir immer weiter Gedanken über meinen Weg, über meine Zukunft, über meine Träume, meine Ideen, meine Ziele. Da ist manchmal ganz schön viel los im Kopf.

Und auch zur gleichen Zeit gibt es da noch ein Privatleben; Freunde, Familie, Menschen, die mir wichtig sind und mit denen ich Zeit verbringen möchte, weil das für mich Lebensfreude bedeutet.

Soundhealerin gibt Soundbath in Studio mit Klangschalen und Gong und vielen Instrumenten
Soundbath

Manchmal liegt die Herausforderung also gerade darin, alles unter einen Hut zu bekommen und die Balance zu finden.

Wenn alles gleichzeitig passiert, wenn alles wichtig ist und Raum einnimmt, dann fehlt mir manchmal Zeit für mich.

Ich merke dann, wie sich innere Unruhe einschleicht. Wie Gedanken anfangen zu kreisen.

Wie ein subtiler Stress entsteht, der sich nicht immer nach außen zeigt, aber innerlich spürbar ist.



Wenn "viel zu tun haben" und "Stress haben" zum Dauerzustand wird


Solche Phasen kennt wahrscheinlich jeder. Und kurzfristig sind sie oft auch kein Problem.

Doch wenn dieser Zustand "Stress haben" anhält, wenn wir dauerhaft im „Funktionieren“ bleiben, kann das Folgen haben:

  • anhaltende Erschöpfung

  • innere Unruhe und Nervosität

  • Gedankenkreisen

  • Reizbarkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Schlafstörungen

  • das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können


Unser Nervensystem bleibt in Alarmbereitschaft. Der Körper kommt nicht mehr richtig in die Regeneration und dann wird es kritisch.

Denn was sich anfangs wie eine kurze Phase anfühlt, kann sich langfristig zu chronischem Stress entwickeln.


Was ich heute anders mache

Ich schaue immer bewusst hin. Ich reflektiere ehrlich, was mir gut tut und was nicht.

Ich kann nicht immer einen leeren Kalender haben, aber ich kann anders damit umgehen.

Was mir zum Beispiel hilft ist, im Moment zu sein. Ich versuche mich auf Hier und Jetzt, auf Heute und Morgen zu konzentrieren und mir nicht permanent Gedanken über die nächsten 4-6 Wochen zu machen. Sonst habe ich alles gleichzeitig im Kopf und das macht mich wahnsinnig und ich würde mich oft überwältigt fühlen.


Meine festen Routinen, egal wie voll mein Alltag ist


Autorin im Blumenfeld auf Mallorca
Lebensfreude

Was mir in diesen intensiven Phasen unglaublich hilft, sind meine Routinen.

Sie geben mir Halt, Struktur und vor allem innere Ruhe.

Und sie sind für mich nicht verhandelbar, weil ich weiß, wie gut sie mir tun.


Das sind meine wichtigsten Anker im Alltag:


1. Mein Morgen gehört mir

Egal, was ansteht, ich starte jeden Tag auf meiner Yogamatte.

15 bis 30 Minuten Yoga, Stretching, Meditation oder Atemübungen.

Bevor ich in den Tag gehe, komme ich erst bei mir an.


2. Ein bewusstes, gesundes Frühstück

Ich starte nicht ohne ein frisches, nährstoffreiches Frühstück in den Tag.

Ich nehme mir Zeit dafür, weil ich weiß, wie sehr mein Körper davon profitiert.


3. Kein Kaffee als Stressverstärker

Ich habe mir abgewöhnt, morgens Kaffee zu trinken.

Er verstärkt bei mir innere Unruhe und bringt meinen Rhythmus durcheinander.

Heute genieße ich ihn nur noch gelegentlich in besonderen Momenten, bewusst, langsam, oft sogar decaf, was ich früher belächelt habe.


4. Realistische Tagesplanung

Ich plane meinen Tag in Ruhe und frage mich:

Was ist heute wirklich notwendig und was ist wirklich machbar?


5. Check-ins mit mir selbst

Mehrmals am Tag halte ich kurz inne und frage mich:

  • Wie fühle ich mich gerade; körperlich, mental, emotional?

  • Wie hoch ist mein Energielevel (1–10)?

  • Was kann ich heute leisten und was nicht?


Und ganz wichtig: Ich handle auch danach. Ich zwinge mich nicht mehr, einfach „durchzuziehen“.


6. Pausen ohne schlechtes Gewissen

Ich nehme mir bewusst Zeit zum Durchatmen. Auch wenn mein Tag voll ist.


7. Tägliche Zeit an der frischen Luft

Selbst wenn es nur 10–15 Minuten sind; ich gehe raus.

Das macht einen riesigen Unterschied.


8. Bewusste Ernährung & Vorbereitung

Ich koche frisch, plane meine Mahlzeiten und koche vor.

So sorge ich auch an stressigen Tagen gut für mich.


9. Digital Detox am Abend

Ab 21 Uhr: kein Handy, keine Bildschirme.

Ich bereite meinen Körper bewusst auf Ruhe vor.


10. Abendroutine für einen ruhigen Abschluss

Ich lese ein Buch, gehe zur gleichen Zeit ins Bett und schreibe drei Dinge auf, für die ich heute dankbar bin.

Manchmal notiere ich auch Gedanken oder Gefühle.


So schließe ich meinen Tag bewusst ab.

Und ja, das klappt nicht immer perfekt, aber zu 80–90 %. Und genau das reicht, damit meine Routinen nicht zum Stressfaktor selbst werden.



weitere Routinen die dir helfen können

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Nicht jede Routine passt für jeden und das ist völlig okay.


Vielleicht findest du hier Inspiration für dich:


  • Atemübungen (z. B. bewusste, tiefe Bauchatmung)

  • kurze Meditationen im Alltag (2–5 Minuten)

  • Journaling am Morgen oder zwischendurch

  • bewusste „Offline-Zeiten“ über den Tag verteilt

  • feste Feierabend-Rituale

  • Sport

  • Grenzen setzen lernen („Nein“ sagen)

  • bewusste Social-Media-Pausen

  • Bewegung im Alltag (Spaziergänge, leichtes Training)

  • regelmäßige Zeiten nur für dich selbst

  • Musik hören, die dich runterbringt

  • Naturzeit (Wald, Wasser, Park)

  • feste Schlafenszeiten

  • kleine Rituale, die dir Sicherheit geben (z. B. Tee am Abend)


Was sich dadurch verändert

Ich bin nicht unbedingt weniger beschäftigt als vorher. Mein Alltag ist immer noch voll.

Aber ich fühle mich anders darin. Ich fühle mich ruhiger, gelassener, innerlich klar und mehr mit mir selbst verbunden.

Ich habe gelernt, dass es nicht darum geht, alles zu reduzieren. Sondern darum, welche Haltung ich einnehme und wie ich mich in meinem Leben bewege.

Zwischen Terminen, Verpflichtungen und Alltag gibt es immer wieder diese kleinen Momente für mich.


Dein Impuls

Wenn du dich gerade wiedererkennst im Funktionieren, im Gedankenkreisen, im „nicht abschalten können“, dann frag dich heute mal ganz ehrlich:


Was brauchst du gerade wirklich?


Und vielleicht ist die Antwort nicht, noch mehr zu tun, sondern weniger oder langsamer oder bewusster.

Du musst nicht dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Manchmal reicht es, einen kleinen Anker zu setzen: Einen Moment am Tag, der nur dir gehört.

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