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Weihnachtsstress: Warum diese Zeit so belastend sein kann und wie du bewusst entstressen kannst

Die Weihnachtszeit gilt als die „schönste Zeit des Jahres“. Besinnlich, ruhig, voller Lichter, Nähe, Liebe und Wärme.

Und doch erleben viele Menschen genau das Gegenteil: Weihnachtsstress, volle Terminkalender, endlose To-do-Listen, beruflichen Jahresendspurt und das permanente Gefühl, zu wenig Zeit zu haben.


Zwischen Geschenken, Verabredungen, Deadlines und Erwartungen bleibt oft kaum Raum zum Durchatmen. Statt Vorfreude machen sich Überforderung, innere Unruhe und Erschöpfung breit.

Wenn du dich darin wiedererkennst: Du bist nicht allein.


Warum wir gerade an Weihnachten so unter Druck geraten

Der Stress in der Weihnachtszeit hat viele Ursachen, und die meisten davon liegen nicht an mangelnder Organisation, sondern an der Summe der Anforderungen, die gleichzeitig auf uns einwirken.

Viele von uns übernehmen in dieser Zeit mehrere Rollen auf einmal: Arbeitnehmer:in im Jahresendstress, Partner:in, Freund:in, Tochter oder Sohn, Gastgeber:in. Dazu kommen soziale Verpflichtungen, Erwartungen von außen und der innere Anspruch, „alles schön“ machen zu wollen.

Besonders herausfordernd ist der Perfektionismus, der rund um Weihnachten oft unbewusst aktiviert wird. Die Feiertage sollen harmonisch sein, die Stimmung gut, alles vorbereitet, alle zufrieden. Social Media verstärkt diesen Druck manchmal noch zusätzlich, indem es Bilder von scheinbar perfekten Festen zeigt und den Vergleich weiter anheizt.


Kein Wunder also, dass viele sich gerade jetzt dauerhaft gestresst und überfordert fühlen.


Was Dauerstress in der Weihnachtszeit mit Körper & Psyche macht

Stress ist ein mentales Phänomen und wirkt sich gleichzeitig (unter anderem) auch auf unseren Körper aus. In stressigen Phasen ist unser Nervensystem häufig im Alarmzustand. Der sogenannte Sympathikus ist dauerhaft aktiv, während Regeneration und Erholung zu kurz kommen.


Die Folgen können sein:

  • innere Anspannung und Nervosität

  • schlechter oder unruhiger Schlaf

  • schnelle Erschöpfung und Müdigkeit

  • emotionale Reizbarkeit

  • das Gefühl, nicht mehr abschalten zu können

  • Gedankenkreisen


Gerade in der Weihnachtszeit, in der eigentlich Erholung stattfinden sollte, wird die Regenerationsfähigkeit des Körpers weiter eingeschränkt. Das kann sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken und dazu führen, dass wir uns noch leerer und ausgelaugter fühlen.


Weihnachtsstress ist kein Fehler, den du machst

Ein ganz wichtiger Punkt: Weihnachtsstress bedeutet nicht, dass du unfähig bist oder dich besser organisieren müsstest.

Stress entsteht oft nicht, weil wir zu wenig leisten, sondern weil wir zu viel gleichzeitig leisten wollen oder müssen.

Viele Menschen funktionieren bis zum Jahresende auf Reserve. Weihnachten wird dann zum Kipppunkt. Der Körper sendet Signale, dass Grenzen überschritten wurden. Das geschieht, um uns zu schützen.

Aus Coaching-Sicht ist Stress häufig ein Hinweis darauf, dass etwas nicht mehr stimmig ist. Nicht, dass wir härter werden müssen, sondern ehrlicher mit uns selbst.


Coaching-Impulse: Wie du bewusst entstressen kannst

Wenn du Weihnachten nicht vermeiden möchtest, kannst du lernen, anders damit umzugehen. Diese Impulse helfen dir, bewusster zu entschleunigen:


Priorisieren statt alles schaffen

Nicht alles ist gleich wichtig.

Frag dich:

  • Was ist wirklich relevant?

  • Was darf warten?

  • Was kann wegfallen?

Weniger Aufgaben bedeuten mehr mentale Ruhe.


Verabredungen absagen, ohne schlechtes Gewissen

Nicht jede Einladung ist verpflichtend.

Selbstfürsorge ist kein Egoismus.

Du darfst dich entscheiden, wo du deine Energie einsetzt.


Perfektion loslassen

Perfektion erzeugt doppelten Stress.

Nicht alles muss perfekt sein, um wertvoll zu sein.

„Gut“ ist mehr als ausreichend.


Eigene Ansprüche hinterfragen

Muss das wirklich so sein?

Oder glaube ich nur, dass es erwartet wird?

Viele innere Stressoren entstehen aus alten Denkmustern.


Erwartungen von außen prüfen

Welche Erwartungen sind wirklich deine?

Welche darfst du freundlich ablehnen?

Grenzen zu setzen ist ein Akt von Selbstrespekt.


All diese Schritte helfen dabei, Stress zu reduzieren, bewusster mit Energie umzugehen und innere Klarheit zu schaffen.


Kleine Reflexionsfragen für mehr Ruhe

Manchmal reichen wenige ehrliche Fragen, um innerlich langsamer zu werden:

  • Was brauche ich gerade wirklich?

  • Was kostet mich aktuell am meisten Energie?

  • Was würde ich mir erlauben, wenn ich niemandem gefallen müsste?

  • Wie möchte ich mich an Weihnachten fühlen? Nicht: wie soll es aussehen?


Diese Fragen sind typische Coaching-Werkzeuge, um wieder in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen zu kommen.


Fazit: Weniger Stress, mehr bewusste Weihnachten

Weihnachten muss nicht perfekt sein, um gut zu sein.

Manchmal entsteht echte Nähe dann, wenn wir den Anspruch loslassen, alles richtig machen zu müssen.

Weniger To-dos schaffen mehr Raum für echte Begegnung, für Ruhe, für dich selbst.

Stressmanagement beginnt mit deiner Entscheidung: langsamer zu werden, Grenzen zu setzen und Erwartungen zu hinterfragen; auch die eigenen.


Wenn du merkst, dass Stress, Überforderung oder innere Unruhe dich schon länger begleiten, kann Coaching eine wertvolle Unterstützung sein. Es hilft, Muster zu erkennen, Prioritäten neu zu setzen und nachhaltige Veränderungen im Lebensstil umzusetzen.


Vielleicht dürfen diese Weihnachten der Anfang sein für mehr bewusste Entscheidungen, mehr innere Ruhe und ein Leben, das sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch gut für dich ist.


Ich wünsche euch allen frohe und entspannte Weihnachtstage sowie einen tollen Jahresabschluss.


Prinzipalmarkt Münster Weihnachten
Frohe Weihnachten aus Münster

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